Die Musical Tenors in München in der Tonhalle am 08. Dezember 2011

Musical Tenors

Lange haben wie in München auf diese 4 Musical Sänger gewartet.  Heute war es endlich soweit. Jan Ammann, Christian Alexander Müller, Mark Seibert und Patrick Stanke standen, begleitet von einem 6 köpfigen Orchester, auf der Bühne der Tonhalle auf dem Gelände der Kultfabrik.

Diese Location war allerdings das große Manko dieses Abends: Kalt ( auch von den Temperaturen ), lieblos, Stühle die mit Kabelbindern verbunden waren und mehr als eine Zumutung darstellten.

Aber die Muscial Tenors schafften das, was ich zu Anfang nicht gedacht hätte: Sie brachten Wärme in uns, nein, nicht in die Halle, aber in uns wurde es wärmer durch diese wunderbaren Stimmen welche Traumlieder vortrugen. Die Lieder waren teilweise neu arrangiert, auf vier Stimmen zugeschnitten. Einzeln ein Traum, über ein Duett zum Trio und dann zum Quartett sich hochfühlend – das war das absolut Besondere, nie zuvor gehörte, von diesem Abend.

Die ersten Standing Ovations fanden bereits nach der Pause statt als Christian Alexander Müller mit viel Gefühl und einer glasklaren wunderbaren Stimme das Lied  „Bring ihn heim“ aus Les Miserables sang. Ich liebe dieses Lied – aber so perfekt habe ich es noch nie gehört. Einfach eine Offenbarung.

Kurz darauf stand wir wieder: Patrick Stanke lebte auf der Bühne Mozart mit dem Lied  „Wie wird man seinen Schatten los“. Perfekt – einfach seine Rolle.

Das wir danach bei dem Solo von Mark Seibert nicht standen lag auf keinem Fall an der Qualität des Sängers, er war wie die anderen einfach Weltklasse. Meines Erachtens lag es an der Wahl das Liedes welches einfach überhaupt nicht passte: „I will always love you“ von Dolly Parton im Original, besser bekannt durch Whitney Houston. Das riss einfach keinen hoch, auch wenn die Stühle noch so unbequem waren.

Dafür kam es dann doppelt so stark: Da stand das Vampir auf der Bühne mit der unstillbaren Gier – ein traumhafter Jan Ammann. Wir genossen einfach das schönste und beste Vampir was die Musical-Welt zu bieten hat. Und da hielt uns minutenlang nichts mehr auf den Sitzen.

Insgesamt war das Repertoire eine Reise durch die wunderschöne Welt der Musicals von einfühlsam schön bis hin zu rockigen Elementen. Die Vier machten diesen Abend zum absoluten Hochgenuss.

Und selbst nach 3 Stunden ( mit Pause ) wollte niemand heimgehen. Geduldig und fröhlich hatten die Vier für jeden noch ein freundliches Wort und gaben Autogramme.
Ich für mich kann nur sagen: Bitte, kommt bald wieder zu uns in den südlichen Teil Deutschlands. Ich bin sicher wieder dabei. Nur: BITTE !!! Eine andere Location !

Erika Urban für Musicalfotojournalismus

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